Organisation
Schulanfangsphase (SaPh)
In der Schulanfangsphase (Klassen 1 und 2) lernen die Kinder in jahrgangsbezogenen Lerngruppen, wobei ihre unterschiedlichen Fähigkeiten, Interessen und Voraussetzungen berücksichtigt werden. Der Unterricht wechselt zwischen gemeinsamen, angeleiteten Phasen und Phasen, in denen die Kinder selbstständig in ihrem eigenen Tempo arbeiten. Dabei kommen u.a. Wochenpläne, Werkstätten und Freiarbeitsmaterialien zum Einsatz.
Die Kinder erhalten zwei SaPh-Stunden pro Woche, in denen auch Teillerngruppen gebildet werden können, um individuell auf die Lernbedürfnisse einzugehen. Zusätzlich gibt es Sternchenstunden für Deutsch und Mathematik (jeweils eine Stunde pro Woche), in denen frühzeitig individuelle Förderungen umgesetzt werden können. So wird sichergestellt, dass alle Kinder bestmöglich den Einstieg ins Lernen erhalten.
Unsere SaPh-Teams bestehen jeweils aus einer Klassenleitung und den dazugehörigen Bezugserzieher*innen. Durch diese enge Zusammenarbeit werden Vormittag und Nachmittag miteinander verbunden, sodass die Kinder in beiden Bereichen gesehen werden und auftretende Probleme frühzeitig aufgefangen werden können. Dadurch ist eine kontinuierliche und individuelle Betreuung möglich, die den Bedürfnissen der Kinder noch besser gerecht wird.
Vorfachlicher Unterricht
Der Unterricht in der SaPh orientiert sich am Prinzip des vorfachlichen Unterrichts. Hierbei werden die Lernbereiche Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, Musik, Kunst und Sport sinnvoll miteinander verbunden. Neben dem Lesen, Schreiben und Rechnen fördern wir auch basale Fähigkeiten wie Feinmotorik, Auge-Hand-Koordination und sprachliche sowie mathematische Grundlagen.
Soziales Lernen
Von Anfang an spielt soziales Lernen eine zentrale Rolle. Die Kinder lernen, respektvoll und freundlich miteinander umzugehen. Die Regeln dafür werden gemeinsam entwickelt, regelmäßig geübt und reflektiert. Viele Klassen nutzen hierfür auch den Klassenrat, der schon ab Klasse 1 eingeführt wird, um die Kinder aktiv in Mitbestimmung und Verantwortung einzubeziehen.
Darüber hinaus gibt es an unserer Schule das Schüler*innenparlament. Schon die Klassensprecher*innen der SaPh-Klassen üben sich hier darin, die Ideen ihrer Klasse auf einer höheren Ebene zu vertreten. So wird Demokratiebildung und Toleranz frühzeitig gefördert – ältere Schüler*innenunterstützen die Jüngeren dabei.
Unterricht in den Klassenstufen 3–6
In den Klassen 3 bis 6 lernen die Schüler*innen weiterhin in jahrgangsbezogenen Klassen. Der Unterricht baut auf den Grundlagen der Schulanfangsphase auf und fördert zunehmend selbstständiges Arbeiten, eigenverantwortliches Lernen und Teamarbeit.
Während der Vormittagsstunden übernehmen nun hauptsächlich die Lehrer*innen die Gestaltung des Unterrichts. Die Bezugserzieher*innen, die viele Kinder bereits aus der SaPh kennen, begleiten den Übergang in Klasse 3 und unterstützen die Kinder weiterhin, sind danach aber nicht mehr im Unterricht eingebunden.
Soziale Kompetenzen, Demokratiebildung und Mitbestimmung bleiben auch in den höheren Klassen wichtig. Der Klassenrat wird fortgeführt, und die Kinder haben weiterhin die Möglichkeit, sich über das Schüler*innenparlament in schulische Entscheidungsprozesse einzubringen. Ältere Schüler*innen unterstützen die Jüngeren dabei und helfen, Toleranz, Verantwortung und Zusammenarbeit zu stärken.






